Joseph Roth

 

Die Legende vom heiligen Trinker

Hörspielfassung von Jo Vossenkuhl und Manfred Erdmann

 

Ein Live-Hörspiel

mit Manfred Erdmann als Erzähler,

Henk Flemming / Jürgen Wegscheider als Andreas

Tina-Nicole Kaiser,

und Jo Vossenkuhl / Markus Maria Winkler

 

Joseph Roth (1894 – 1939)

 

Biografie

 

Moses Joseph Roth wurde am 2. September 1894 als Sohn des Holz- und Getreidehändlers Nachum Roth in Brody bei Lemberg (Lwiw) geboren. Die galizische Stadt gehörte damals zur Habsburger Doppelmonarchie.

Nach dem Abitur in Brody begann Joseph Roth 1913 ein Germanistikstudium an der Universität Lemberg und wechselte im Jahr darauf zur Universität Wien. Im August 1916 kam er zum Militär, wurde aber 1917 zum Pressedienst versetzt. Sein wegen des Krieges abgebrochenes Studium nahm Joseph Roth nach dem Ersten Weltkrieg nicht wieder auf. Stattdessen wurde er Journalist, zunächst bei der Wiener Zeitung "Der Neue Tag" und 1920 für verschiedene Zeitungen in Berlin. Am 5. März 1922 heiratete Joseph Roth die Wienerin Friederike Reichler. Mit ihr kehrte er 1923 in die österreichische Hauptstadt zurück und schrieb auch dort für mehrere Zeitungen. Als Feuilletonkorrespondent der "Frankfurter Zeitung" ging er 1925 nach Paris. Weil er diese Position 1926 an Friedrich Sieburg abtreten musste, entschädigte ihn die Zeitung mit einer Reportage-Reise durch die Sowjetunion. 1928 erkrankte Friederike an Schizophrenie und musste in eine Nerven-heilanstalt eingewiesen werden. Dieser Schicksalsschlag warf Joseph Roth aus der Bahn, und vermutlich begann in dieser Zeit seine Alkoholabhängigkeit. 1929 kündigte Joseph Roth bei der "Frankfurter Zeitung" und ließ sich von den "Münchner Neuesten Nachrichten" anstellen. Nach der Machtergreifung Adolf Hitlers im Januar 1933 emigrierte Joseph Roth nach Paris, wo er für mehrere Exilzeitungen   schrieb.
Joseph Roth war nicht nur einer der bekanntesten Journalisten der Zwanzigerjahre, sondern er ging darüber hinaus als Chronist des Zerfalls der k. u. k. Monarchie in die Literaturgeschichte ein. In seinen Romanen ging es ihm um Menschen, die ihre Heimat und damit auch die Orientierung verloren hatten. Seit längerer Zeit (alkohol-)krank und verarmt, erlag Joseph Roth am 27. Mai 1939 im Hôpital Necker in Paris einer Lungenentzündung. Beigesetzt wurde er auf dem Cimetière Thiais südöstlich von Paris.

 

Joseph Roth: Bibliografie (Auswahl)

 

Der Vorzugsschüler (Novelle, gekürzte Fassung 1916, vollständig: 1973)

Das Spinnennetz (Roman, Vorabdruck: 1923, Buchausgabe: 1967)

Hotel Savoy (Roman, 1924)

Die Rebellion (Roman, 1924)

Juden auf Wanderschaft (Essay, 1927)

Die Flucht ohne Ende (Roman, 1927)

Rechts und Links (Roman, 1929)

Der stumme Prophet (Roman, Fragment: 1929, vollständig: 1966)

Hiob (Roman, 1930)

Radetzkymarsch (Roman, 1932)

Stationschef Fallmerayer (Erzählung, 1933)

Das falsche Gewicht (Roman, 1937)

Die Kapuzinergruft (Roman, 1938)

Die Legende vom heiligen Trinker, 1939

 

 

 

 

Manfred Erdmann,

Jahrgang 1939, begann seine Theaterlaufbahn als Regie-Assistent (u.a. bei Wolfgang Spier, Carl-Heinz Schroth) und Schauspieler in Berlin (Renaissance Theater, Hebbel Theater), bevor er an das Burgtheater in Wien engagiert wurde. Dann folgten 25 Theater-Tourneen durch alle deutsch-sprachigen Länder und Gastspiele bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel; er arbeitete bei verschiedenen Unternehmen auch als Dramaturg und Produktionsleiter, bis er sein eigenes Tournee-Theater „Archon“ gründete. Seit dessen Schließung arbeitet er in München als Synchron- und Dokumentarsprecher, Drehbuchautor und Dialogregisseur. Unzähligen Film- und TV-Darstellern lieh er bisher seine Stimme. Außerdem hat Manfred Erdmann unter dem Motto „Ernst ist das Leben – heiter die Kunst” verschiedene Leseabende vorbereitet, die seit einigen Jahren die Zuhörer in ganz Deutschland begeistern.

Dazu schrieb die Kritik:

„Manfred Erdmann begeistert; mit seiner tiefen Stimme feinste Nuancen treffend, mal nachdenklich, melancholisch, dann wieder fröhlich, heiter oder an manchen Stellen sogar alles zusammen, arbeitet Erdmann exakt den Charakter der feinsinnigen, mal traurigen, dann wieder lustigen, aber immer herzerwärmenden Texte heraus.“ (Münchner Merkur).

„Erdmanns Programm aus Couplets, Spottversen und Satiren bekam dem Publikum ausgezeichnet und stieß auf das Bedürfnis nach Nachschlag. Akzentuiert und temporeich gestaltete der Schauspieler die Verse, ließ sie lebendig werden.  (Süddeutsche Zeitung).

  

 

Tina-Nicole Kaiser

ist in Nürnberg geboren und aufgewachsen. Nach Absolvierung der Schauspielschule in München spielte sie u.a. am Landestheater Dinkelsbühl die Rösslwirtin "Im Weißen Rössl", sowie Lady Macbeth in "Macbeth", am Landestheater Burghofbühne Dinslaken war sie u.a. als Eboli in "Don Carlos" und als Lucy Brown in der "Dreigroschenoper" zu sehen.
Desweiteren hatte sie Gastverträge beim Weilheimer Theatersommer/Südbayrisches Theaterfestival unter der Intendanz von Cordula Trantow un am Hansa-Theater Berlin. Es folgten Tourneen mit dem Theater des Ostens unter der Leitung von Vera Oelschlegel. Im Fersehen war sie in der ZDF-Serie "Siska" zu sehen. Zusammen mit Markus Maria Winkler geht sie ab 2008 mit dem Musik-Kabarett "Hysterische Profilneurosen in Dur und Moll" auf Tournee.

 

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Jürgen Wegscheider

absolvierte seine Ausbildung an der Schauspielschule Zerboni, München. Nach diversen Engage-ments in Frankfurt/Main spielte er beim Südbayerischen Theaterfestival unter der Leitung von Cordula Trantow sowie an diversen Bühnen in München.

Es folgten Tourneen sowie eine Vorstellungsserie im Theater im Rathaus in Essen mit dem Stück “Arsen und Spitzenhäubchen” (Tourneetheater Thespiskarren). Seine große Leidenschaft sind seine eigenen Programme, mit denen er fortwährend seit 2006 in Deutschland, Österreich und der Schweiz gastiert.

Darunter befinden sich die Programme “LiteraTierisches”, der Wilhelm Busch-Abend “Buschiaden … und andere Schmeicheleien” (beide Programme mit Markus Maria Winkler), der Kurt Tucholsky-Abend “Der Löw´ ist los”, der Opern-Parodienabend “Opern-Eintopf” (mit Manuela Schelle) und die Lesung “Allerlei von der Liebe” (mit Tina-Nicole Kaiser) sowie die satirische Österreich-Revue “Oh mei ! Du Österreich” (mit Barbara Weinzierl).

Anläßlich des 200. Geburtstages von Franz Liszt folgten das Gesprächskonzert “Franz Liszt und Italien” mit dem Pianisten Paolo Tatafiore sowie ein Gesprächskonzert unter dem Titel “Musikalische Sommerträume” mit Werken von Beethoven, Ravel, Debussy, Schumann und Texten u.a. von Goethe, Schiller, Busch, Bertrand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

Markus Maria Winkler

wurde 1975 in Wilhelmshaven geboren. Schon mit 8 Jahren steht er das erste Mal auf der Bühne. Nach dem Abitur und dem Grundwehrdienst in Hildesheim zog er nach München, absolvierte dort seine Ausbildung an der Schauspielschule Zerboni in München und spielte er schon von 2001-2004 inmehereren Produktionen mit Gastspielen in Serbien, Italien und Österreich.
Von 2004 bis 2006 spielte er unter der künstlerischen Leitung von Cordula Trantow beim Südbayerischen Theaterfestival u.a. in Stücken von William Shakespeare, Friedrich Dürrenmatt und Hugo von Hofmannsthal und bekommt als Regieassistenz auch Einblicke im Fach Theaterregie.
2005 bis 2011war er regelmäßig mit dem Tourneetheater "Das Ensemble Jacob-Schwiers" unterwegs.

2006 entwickelte er mit seinem Kollegen Jürgen Wegscheider die satirische Lesung "LiteraTierisches" und einen Wilhelm-Busch-Abend: „Buschiaden und andere Schmeicheleien“. Mit diesen Produktionen gastieren sie sehr erfolgreich im gesamten deutsch-sprachigen Raum.


2008 entstand seine musikalische Komödie "Hysterische Profilneurosen in Dur und Moll" Tina-Nicole Kaiser. 2010 feiert er sein 10jähriges Bühnenjubiläum. Zu diesem Anlass hat er die Produktion "Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf" von Bodo Kirchhoff sowie die Travestieshow, „Die Tante singt“, in sein Repertoire mit aufgenommen. 2012 ließ er sich an der renommierten Tamala Clown Akademie in Konstanz im Bereich Clowntheater ausbilden und absolvierte eine stimmliche Weiterbildung bei der berühmten afroamerikanischen Opern-, Jazz-, und Gospelsängerin Gail Gilmore.

2013 stellt er zum ersten Mal in München sein Gesangsprogramm „Showtime“ mit bekannten Jazz-, Musical- und Broadwayhits vor.